Nisthilfen für Bewohner von Steilwänden

Steilwände unterschiedlichster Größe stellen für viele Bienen und Wespen den einzigen Nistraum dar. Sie graben sich entweder selber Gänge in das Erdreich oder benutzten verlassene Gänge oder Spalten, um hier ihre Nester anzulegen. Diesen Arten kann im Garten oder selbst auf dem Balkon geholfen werden.
Um eine Mikrosteilwand zu errichten gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Die wirkungsvollste Möglichkeit ist es, Holzkisten mit feuchter Erde zu befüllen. Diese lässt man so lange stehen, bis die Erde komplett getrocknet ist. Dann werden die Kisten aufrecht als kleine Steilwand aufgestellt. Derartige Nisthilfen bilden für viele Jahre eine unverzichtbare Niststätte für viele Bienen und solitäre Wespen und geben reichlich Gelegenheit, schönste Beobachtungen anzustellen.
Wer keinen Platz für eine größere Steilwand hat, kann auch kleinere Gefäße mit feuchter Erde füllen. Selbst lackierte Blechbüchsen bieten sich schon an. In den noch feuchten Boden sollte man zur Anlockung der Besiedler mit Stöckchen oder Häkelnadeln Gänge unterschiedlichen Durchmessers bohren. Sind die Mikrosteilwände ganz trocken, können sie waagerecht an Wänden aufgehängt werden. Auch Besiedler von Holz oder Stengeln kommen regelmäßig zu diesen kleinen Wänden und holen sich hier Baumaterial zum Verschließen ihrer Nester.

Diese Lehmwand wurde vor Jahren aus einer alten Holzkiste gefertigt. Inzwischen haben verschiedenste Bienen- und Wespenarten sie bezogen. Die Oberfläche ist nach jahrelanger Bautätigkeit durch die Bienen inzwischen stark durchlöchert. Von März bis September herrscht hier reger Flugbetrieb verschiedenster Arten.

Die kleine Alternative. Leere Büchsen oder Holzhäuschen lassen sich einfach mit Erde füllen und stellen so Mikrosteilwände dar. Auch sie werden besiedelt.


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